WM 2007

Bericht über die WM 2007 in Norwegen – Hamar

DIE ANREISE:
Am Dienstag 25.9. um 13:00 begann für uns Oberösterreicher – Ilse & Siegesmund, Katharina & Fritz und mir „HMarrtha“..with a silent „h“ on the beginning, which is not so silent 🙂 und Reinhard aus Tirol – in Ansfelden die Busreise zur WM nach Norwegen. Zur Namensgebung: Sonja & ich haben natürlich – wie schon in Spanien – wieder alle umgetauft 🙂 Am Schluss wusste keiner mehr, wie er heißt…naja, das war ja auch unser Ziel 🙂 !!!

Eine lange, anstrengende Fahrt lag vor uns. Ich hatte mir zwar einen Sitzplatz erwartet, aber den belegten vorerst „andere“. Die ganze hintere Sitzreihe (5 Sitzplätze) für eine Person…naja, wenn man wer ist 🙂 !!!
Nach einem kurzen, netten Gespräch…all in english, please…hatte ich dann doch auch einen Sitzplatz :-)! Im Nachhinein betrachtet, wären 27 Stunden stehen wahrscheinlich gar nicht so schlimm gewesen 🙂
Sonja & Hans und Helmut & Sandra hatten schon 2 Stunden länger das Vergnügen und – wie wir dann erzählt bekamen – auch sehr viel Spaß und Freude bei ihrer „Noteingang-Besteigung“…“Steig ein, dann hast du Not 🙂 „! Zu den Worterklärungen komme ich später noch 🙂

Unsere Hunde hätten eigentlich nicht wirklich Platz gehabt, aber wer braucht schon Hunde bei einer Agiilty-WM??? Nur weil wir Österreicher immer und überall unsere Hunde mitschleppen müssen…t t t !!! Aber unsere braven Kollegen und -innen kämpften um jeden Zentimeter und so durften ausnahmsweise auch unsere Hunde mit!

Es dauerte nicht lange bis Stimmung aufkam. Ilse & Siegesmund teilten die „Austria Agility Hymne“ aus und es wurde – zum Leidwesen der Mitreisenden Slowenen – gesungen…tja, irgendwann bekommt jeder die Strafe, die er sich verdient 🙂 !

Unsere Hymne ging so:
„Wir sind das Team von Austria, zum Siegen dazu sind wir da! Wir holen uns die Weltmeistertitel und nützen alle erlaubten Mittel. Agility das große Wort, wir lieben diesen Hundesport. Egal ist uns die Hunderass‘, Agility macht einfach Spaß! Hopp und Sprung, Durch und Drauf, ist das nicht ein WM-Lauf!“ Wobei der Absatz: „…nützen alle erlaubten Mittel“ ständig von Siegi verändert wurde 🙂

Nachdem wir uns mit unserer – von Instrumenten begleiteten – Hymne so richtig ausgepowert hatten, ging’s dann darum die norwegische Sprache zu erlernen, die ja – laut Ilse alias Inge – keine schwere Sprache ist!
Hier ein paar Beispiele: Guten Morgen – god morgen; Guten Tag – god dag. Naja, das klingt ja logisch, aber jetzt ging’s los: Dankeschön – tusen takk oder war’s tunten takk 🙂 ?!?!? Verwirrung machte sich breit 😉 oder: Wünsche für einen guten Lauf – lykke til…ähm…oje…jetzt wird’s verwirrend, aber wir hatten natürlich unseren Spaß! Eigenkreationen wie „pipi takk“ für Pinkelpause standen auf der Tagesordnung!
Ilse & Siegesmund hatten dann auch noch für jeden von uns ein Gedicht mit Geschenk vorbereitet…war wirklich sehr erheiternd!!! Ich bekam einen Strohhalm für Notfälle!!! Und wo war er, als ich ihn brauchte…in der Garderobe…na, da kann er ja nicht helfen!!!
Nachdem lange keiner mit mir spielen wollte ;-), erbarmten sich dann doch Katharina & Fritz, Helmut & Sandra mit mir Karten zu spielen. Tja, ich hab‘ dann verloren und dann hatte sich das auch erübrigt 😉 !
Helmut alias Hans oder umgekehrt??? hat dann ständig irgendwelche Würstel unter meinem Sitz holen müssen oder den Rucksack gebraucht und alibimäßig darin herumgesucht…konnte mich gar nicht ordentlich ausrasten, weil er immer seine Würstel bei mir suchte 🙂 !

Helmut alias Hans hatte auch noch ein Kopfmassagegerät mit, das sehr angenehm war, außer man benutzte es selber 🙂 Ilse alias Inge steckte es sich auf den Kopf und sagte: „Da spürt man ja gar nichts!“ Sandra alias Sabrina antwortete: „Des is, wann ma sie’s selber macht!“ 🙂

Fritz alias Franz zu Karin: „Da bekomm‘ ich ja gleich an Organismus.“ HMarrtha alias ich: „Da musst du aber zum Arzt gehen!“ Franz: „Zum Organisten?“ 😉

Wir haben immer wieder kurze Pausen für die Hunde – und uns – gemacht und waren dann von 2:40 bis 3:30 auf der „fairen Fähre“ :-), die um 2:00 eine unfaire 🙂 war, weil wir sie versäumt hatten und sie uns nicht gewartet hat…so eine unfaire Fähre 🙂 ! Wir sind auch bei einem Randmeer vorbeigefahren. Randmeer deshalb, weil es eigentlich ein See war, aber indem uns ja fad war, nannten wir es Randmeer 🙂 ! Wo wir bei den Worterklärungen angekommen sind: Wir stellten fest, dass jedes Wort seine Bedeutung schon enthalten hat! Notausgang: Wenn du rausgehst, hast du Not! Noteingang: Wenn du reingehst hast du noch größere… bezogen auf die Busfahrt 🙂
Wattmeer, weil man durchwatten kann, usw.

Nach einer langen Nacht, wärmte Hans unsere Würstel im Kühlschrank (auf 60°) und sagte: „Wir müssen sie essen, egal wie!“ 2 Stunden später haben wir sie dann gegessen; sie waren ausgezeichnet!
Noch eine letzte Anreisegeschichte: Hans alias Helmut hat sich bei der Fusspflege verletzen „lassen“ und Sonja & ich wollten ihm den Fuss zwischen dem Sitz einzwicken und eine Fusspflege machen. Sonjas Gedicht dazu: „Raspel, raspel, ruh, Blut ist im Schuh!“ Wie man erkennen kann, machten wir uns die Busfahrt so lustig und angenehm wie möglich!


DIE ANKUNFT in HAMAR:

Wir sind am Mittwoch um ca. 16:00 – nach 27stündiger Fahrt – Gott Sei Dank gut – aber natürlich sehr müde – in unserem Hotel in Hamar angekommen!
Petra & McGyver Ulli & Heino & Dagmar alias Heimo & Daniela und Andy alias Gerhard waren auch schon da.
Die Zimmer waren eher klein :-). Ich teilte mir das Zimmer mit Petra. Das Stockbett teilten wir in oben und unten :-)…Petra oben, Ginga & ich unten!
Gegen 18:00 sind wir noch zur Halle gefahren und haben unser „Chambre“ bezogen.
Abends waren wir alle gemeinsam Pizza essen. Wir spazierten dann zu unserem Hotel zurück und gingen ziemlich bald ins Bett. Wir haben – glaube ich alle – ganz ausgestreckt geschlafen. Jeder einzelne Knochen musste sich wieder ausbiegen!

DONNERSTAG – TIERARZTKONTROLLE und TRAINING:
Nach einem ausgezeichneten Frühstück fuhren wir zur Halle.
Um 11:30 hatten wir die Tierarztkontrolle. Die Anspannung war förmlich zu spüren, aber vorerst ging – Gott Sei Dank – alles gut… „Lovely tail :-)“
Das Training war von 12:34 – 12:52. Es war anfangs – wie jedes Jahr – eher hektisch, aber nach ein paar Minütchen pendelte sich alles ein und ich war letztendlich sehr zufrieden! Der Hallenboden war dem in Montechiari sehr ähnlich. Das war meine 2. WM mit Joe-Anne. Ginga lief auf diesem Boden noch nicht. Sie stellte sich aber wirklich ziemlich schnell darauf ein!
Nach dem Training haben wir einen langen Spaziergang gemacht und abends haben wir uns bei Helmut & Sandra im Zimmer zum Essen getroffen. Es gab Nudel-Allerlei und Kaiserschmarrn…hhmmm lecker. Ich durfte sogar die Nudeln rühren, obwohl es schwieriger war als vorher angenommen 🙂 Nach einem sehr gemütlichen Abend und Simultanübersetzungen 🙂 gingen wir angegessen ins Bett.

FREITAG – 1. WM-TAG – JETZT GEHT’S LOS!
Nach dem Einmarsch und der Eröffnungsfeier wurde der Einzel-Jumping Large aufgestellt.
Die Startpassage war nicht gerade einfach und auf mehrere Varianten lösbar, aber ich hatte schon ein Idee. Ginga & ich hatten Startnummer 97…3. Besichtigungsgruppe. Anfangs probierte ich gleich meine Variante und fühlte mich eigentlich recht wohl dabei, aber dann kam doch ein bisschen „WM-Unsicherheit“ ins Spiel. Ich besichtigte dann auch noch eine andere Variante. Beim Rest war ich mir sehr sicher und nach der Besichtigungszeit von 8 Minuten, blieb mir ja noch ausreichend Zeit, um noch ein- oder mehrmals 🙂 in Ruhe darüber nachzudenken. Nach reiflichen Überlegungen entschied ich mich bei meiner ersten Intuition zu bleiben und somit war nur mehr die Wartezeit von ca. 2 Stunden zu überbrücken!
Da Sonja & Jason gleich Startnummer 2 hatten, konnte ich ihnen zuschauen. Sie liefen einen tollen Nuller! Dann bin ich mit Ginga spazieren gegangen.
Nach etlichen Minuten des Aufwärmens, „pipi takk-gehens“ usw. war es dann endlich soweit. Wir durften an den Start und unser Können beweisen!
Ginga war sehr, sehr aufmerksam. Die Startsequenz gelang – bis auf ein bisschen „verschlafen meinerseits“ bei der 5er Hürde, was natürlich etwas Zeit kostete – sehr gut und flüssig. Den Rest bewältigte Ginga 1a! Wir landeten letztendlich auf dem hervorragenden 12. Platz!!!